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Abendkirche

29.08.2021

 

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Helfen - Lieben - Ermutigen
Was wir von Christen in Verfolgung lernen können

Aktuell schauen wir auf die besorgniserregenden Entwicklungen in Afghanistan, die dort nicht nur Christen, sondern auch große Teile der Zivilbevölkerung, die sich für Freiheit und Menschenrechte eingesetzt haben, existenziell betreffen. Und erleben wiederum auch die Sprachlosigkeit so mancher kirchlicher Funktionäre, die die Verfolgung und Ermordung ihrer Glaubensgeschwister am liebsten ignorieren würden, um nicht etwa den Anschein sog. ‚Islamophobie‘ zu erregen.
„Der eingebildete Rassismus: Islamophobie und Schuld“ lautet der Titel des 2020 erschienen Buches von Pascal Bruckner. Bruckner ist französischer Literat und Essayist. In seinem Buch wendet er sich gegen diesen ‚Modebegriff‘, der in seinen Augen politisch benutzt wird, um eine antidemokratische und gewalttätige Ideologie zu schützen. Er tritt den Nachweis an, dass es für viele Gruppen und politische Kräfte, die dem westlichen Kapitalismus kritisch gegenüberstehen, ideologisch opportuner war und ist, „Menschen aus arabischen oder afrikanischen Kulturen kollektiv zu unterdrückten Widerständlern zu heroisieren und die Augen vor den immensen Ungerechtigkeiten zu verschließen, die auch islamisch geprägte Gesellschaften bis heute auszeichnen.“

In der Abendkirche am 29. August erwartet Sie als Referent des Abends Wolfgang Häde. Häde ist Doktor der Theologie (University of South Africa) und Dozent für Missionswissenschaft an der European School of Culture and Theology in Korntal. Zugleich ist er als engagierter Gemeindereferent der ‚Hilfsaktion Märtyrerkirche‘ (HMK) in Deutschland unterwegs. Aus seiner Zeit in der Türkei, wo er im türkischen Zweig des Martin-Bucer-Seminars in der theologischen Ausbildung und der Gemeindearbeit tätig ist, stammt sein 2009 erschienenes Buch ‚Mein Schwager - ein Märtyrer. Die Geschichte des türkischen Christen Necati Aydin‘. Persönlich betroffen und doch sachlich schildert er dort den Lebensweg seines Schwagers sowie die Situation von Christen und Gemeinden in der Türkei. Die Landesverfassung garantiert zwar Religionsfreiheit. Im konkreten Lebensalltag jedoch erleben und erleiden Christen vielfach Benachteiligungen. In der Gesellschaft gilt: Ein guter Türke ist Muslim.

Im 21. Jahrhundert ist das Christentum die am meisten verfolgte Religion der Welt. In 64 Ländern der Welt, in denen rund 200 Millionen Christen leben, gilt nur eingeschränkte oder gar keine Religionsfreiheit. In 45 dieser Staaten steht die HMK mit 140 Projekten verfolgten Christen bei - getreu ihrem Leitbild ‚Helfen - Lieben - Ermutigen‘. Wolfgang Häde berichtet bei uns der Abendkirche Bochum wie Christen, die aufgrund ihres Bekenntnisses unter Verfolgung leiden, von der HMK konkrete und praktische Hilfe, Unterstützung und Ermutigung erfahren. Im biblischen Impuls des Abends widmet er sich der Frage: Was wir von Christen in Verfolgung lernen können.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch - und starten gemeinsam nach den drei Sommerabendkirchen in den Rest des Jahres . Am Sonntag wieder mit bewegenden Grooves der Band der Abendkirche: Robert Schulenburg (Bass), Stefan Turton (Schlagzeug), Thilo Henn (Gitarre) und Diethelm Lattek (Piano) begleiten an diesem Abend Solistin Rosa Kremp - seit 2015 gefeiert als die Bandstimme des Jugend-Jazz-Orchesters NRW. Auf ihrem Programm stehen neben Neuinterpretationen bekannter Titel von Elaine Norwood und Yolanda Adams wie immer auch deutschsprachige Lobpreislieder.

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