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Abendkirche

31.10.2021 (18:00)

 

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Ist unser Leben von Gott vorherbestimmt?

Warum verlaufen die Wege der Menschen so unterschiedlich? Warum ist der eine erfolgreich und der andere kommt über das Mittelmaß nicht hinaus? Warum hat der eine ein sonniges Gemüt und der andere eine depressive Grundstruktur?
Zwei Kinder in einer Familie: Das eine macht seinen Weg, wenn auch mit Biegungen, hat aber immer das nächste Ziel vor Augen. Das andere meidet jede Anstrengung und Herausforderung und gerät früh auf die schiefe Bahn. Beide kommen aus demselben Milieu, haben dieselbe elterliche Liebe und Unterstützung erfahren, sind mit normalem Verstand begabt, hatten bildungsmäßig dieselben Chancen, führen aber ihr Leben heute in Welten, die entfernter voneinander nicht sein könnten.
Ist unser Leben vielleicht ein Stückweit vorgezeichnet, so dass unser Wille nicht wirklich frei entscheiden kann? Ist da etwas in uns angelegt, dem wir unbewusst gehorchen müssen?

Das fragen sich schon Menschen, die nicht religiös sind und die sich zu keinem Glauben bekennen. Wie aber gehen Christen mit der Beobachtung um, dass Menschen, auch ohne ihr Zutun, ganz unterschiedliche Schicksale erleben, dass die Frage nach Gott für die einen existenziell wichtig ist und für die anderen ohne Belang?
Dass der eine sich als Beschenkter sieht und der andere als chronisch Zukurzgekommener? Liegt das vielleicht gar nicht am Menschen selbst, sondern an Gottes verborgenem Plan mit ihm? Auf den Punkt gebracht: Ist unser Leben von Gott vorherbestimmt?
Darüber will Klaus-Jürgen Diehl in der Abendkirche am 31. Oktober mit uns nachdenken. Er schreibt uns dazu diese Zeilen:
Der Gedanke, dass Gott das Leben der Menschen vorherbestimmt und ob bzw. wie das mit ihrer Freiheit und Verantwortung in Einklang zu bringen ist, hat nicht nur Theologen zu allen Zeiten beschäftigt. Die Vorstellung einer Prädestination – so der theologische Fachbegriff; „praedestinatio“ = „Vorherbestimmung“ -ist zugleich ein Frontalangriff auf das Selbstverständnis des modernen Menschen: nicht nur sein Streben nach ungebundener Selbstverwirklichung wird damit als Selbsttäuschung entlarvt. Zugleich wird sein Verständnis eines gerechten Gottes erschüttert, wenn dieser in seiner Souveränität die einen erwählt und die anderen verwirft. Werden wir Menschen durch den Gedanken der Prädestination nicht zu willenlosen Marionetten Gottes, die am Ende sich nur so entscheiden können, wie Gott es von langer Hand für sie vorherbestimmt hat? Und wenn das so ist, wie können Menschen dann noch für ihr Tun verantwortlich sein? In der Abendkirche versuchen wir, von der Bibel her eine Antwort auf diese Fragen zu finden.“

Das musikalische Programm gestaltet Chrisoph Keßler mit der Band der Abendkirche. Neben eindrucksvollen Gospeltiteln sind auch bekannte Worshipsongs zu hören. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


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