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Abendkirche

08.01.2017 (18:00)

 

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1517 – 2017   

500 Jahre Reformation

Was bedeutet uns Luthers Erbe?


Mit dem Jahre 1517“, so der Luther-Biograf Richard Friedenthal, „tritt Luther aus der Zeitlosigkeit seiner Zelle in die Zeit und in die Welt.“ Gemeint ist Luthers berühmter Thesenanschlag an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg im Oktober 1517. Tatsächlich löste diese Aktion, begünstigt durch die Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johannes Guttenberg, einen „weltgeschichtlichen Sturmwind“ aus, der innerhalb kurzer Zeit mit großer Wucht durch Deutschland fegte.

Die eigentliche „Geburtsstunde der Reformation“ schlug allerdings früher. Ein Jahr vor seinem Tod beschrieb Luther, wie er in einer besonderen Nacht im Wintersemester 1512/13 wieder einmal von schweren Anfechtungen heimgesucht war und schließlich eine Entdeckung machte, die ihm eine Erleuchtung brachte, die einer Wiedergeburt gleich kam. „So tobte ich in meinem wilden und verwirrten Gewissen und bemühte mich ungestüm um jene Stelle bei Paulus, von der ich brennend gern gewusst hätte, was St. Paulus wolle... Bis Gott sich erbarmte und ich, der ich Tag und Nacht nachgedacht hatte, den Zusammenhang der Worte begriff, nämlich: Der Gerechte wird aus Glauben leben.(Röm. 1,17) Da fing ich an, die Gerechtigkeit Gottes zu verstehen, durch die der Gerechte als durch ein Geschenk Gottes lebt, nämlich aus Glauben heraus.... Hier spürte ich, dass ich völlig neu geboren sei, und dass ich durch die geöffneten Pforten des Paradieses selbst eingetreten sei, und da erschien mir von nun ab die Schrift in einem ganz anderen Licht... Und so sehr ich die Vokabel 'Gerechtigkeit Gottes' gehasst hatte, so viel mehr nun hob ich dieses süße Wort in meiner Liebe empor, so dass jene Stelle bei Paulus mir zur Pforte des Paradieses wurde.“

In seinem Arbeitszimmer im Südturm des Wittenberger Augustinerklosters wurde Luther diese Erkenntnis geschenkt, die in der Kirchengeschichte gemeinhin sein „Turmerlebnis“ genannt wird und die „reformatorische Wende“ bezeichnet. Worauf ruht der Glaube? Das war die Frage, die Martin Luther umtrieb und auf die er durch sein leidenschaftliches Studium der Schrift eine Antwort fand.

Worauf ruht mein Glaube? Diese Frage muss sich auch jeder Christ heute stellen und beantworten, wenn er Gewissheit im Glauben erlangen will und sein Glaube ihn tragen soll. Als Auftaktveranstaltung zum Luther-Jahr 2017 wird als Gast der ersten Abendkirche im Neuen Jahr am 08. Januar Pastorin Katrin Laug von der Erlöserkirche Gelsenkirchen zu uns sprechen und diese Fragen beantworten: Wie ist Luther aus seiner Zeit heraus zu verstehen? Und: Welche zentrale Bedeutung behalten für ihn und uns die biblischen Begriffe „Sünde“ und „Gnade“?

Musikalisch erfreut uns an diesem Abend wieder einmal der Chor CAW (Christians at work). Auch kulinarisch werden wir von unserem Bistro-Team in gewohnter Weise mit mediterranen Köstlichkeiten verwöhnt.

Das Thema „Reformation“ findet durch zahlreiche Veranstaltungen wie ökumenische Gottesdienste, Vorträge und Workshops („Luther Warm Up“) in den Medien viel Beachtung. Zugang zur Gedankenwelt Martin Luthers scheint indes nicht überall wirklich vorhanden, - etwa wenn das Ev. Magazin CHRISMON die ZDF-Moderatorin Gundula Gause mit dem Statement zitiert „Reformation ist für mich der Aufruf zu Engagement und konkretem Handeln“ oder wenn der TV-Komiker und Entertainer Eckart von Hirschhausen als „Reformationsbotschafter“ Luther als „coolen Typen“ verehrt. Suchen Sie ein tieferes Verständnis des reformatorischen Anliegens, dann lassen Sie sich durch eine packende Predigt in der Abendkirche am 8. Januar informieren, stärken und inspirieren!

 

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