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Sommerabendkirche

28.07.2019 (18:00)

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Leben auf Kredit - Freiheit des Glaubens!

„Die Wirtschaft boomt, die Einkaufsstraßen sind voll, und trotzdem können immer mehr Menschen in Deutschland ihre Rechnung nicht bezahlen. Jeder zehnte Erwachsene in Deutschland steht in der Kreide! Denn: Die Zahl der überschuldeten Personen stieg 2017 auf rund 6,9 Millionen – das sind 65 000 mehr als im Vorjahr. Sie haben dauerhaft höhere Ausgaben als Einnahmen!
Die Höhe aller Schulden der Verbraucher liegt laut Creditreform bei rund 209 Milliarden Euro...“
So bilanziert die BILD-Zeitung in einem Artikel vom 09.11.2017. Für 2019 dürfte es nicht besser aussehen!
So leicht sind also Menschen bereit, über ihre Verhätnisse zu leben! Eine Scham darüber scheint nicht mehr vorhanden. Hohe Schulden zu haben erzeugt offenbar kein Schuldgefühl.

Und wie steht es bei den Bundesbürgern mit der Frage der moralischen Schuld? „Wir treffen ja jeden Tag zahlreiche Entscheidungen, die eine moralische Dimension haben, denn wir sind keine isolierten Individuen, sondern Teil einer hochvernetzten Welt, in der unsere Handlungen praktisch immer andere Menschen und Lebewesen berühren. Wollten wir in unserem Alltag moralisch so korrekt wie möglich handeln, dann müssten wir im Prinzip jede einzelne unserer Entscheidungen und Handlungen moralisch abwägen und begründen. Aber ist das nicht enorm anspruchsvoll, ja fast unmöglich?“ So fragt der Autor Marko Kovic und sieht hier ein Überforderungsproblem: „Immer richtig moralisch handeln zu wollen, kann uns in die Verzweiflung treiben.“
Wer so denkt, kennt offenbar noch so was wie ein Schuldbewusstsein, das  zu seinem Selbst gehört. Dazu muss er nicht unbedingt ein frommer Mensch sein. Aber die Mehrheit der Zeitgenossen dürfte er damit nicht repräsentieren! Denn solche Überlegungen stellen die meisten gar nicht an. Für sie sind es überflüssige Skrupel, die nur lähmen. Und wie unaufgeklärt oder geradezu pathologisch muss ihnen erst das christliche Reden von Schuld vorkommen, von Schuld vor einer jenseitigen Instanz, vor einem Gott, den es vielleicht gar nicht gibt!?
Jesus, wie er uns in der Bibel begegnet, redet jedenfalls unverblümt und ganz zentral von unserer Schuldigkeit! Er hat in dem Gebet, das er seinen Jüngern beigebracht hat, dem Vaterunser, die Bitte ums tägliche Brot untrennbar verknüpft mit der Bitte um Vergebung unserer Schuld! Beides hält er für  überlebenswichtig, das eine im physischen, das andere im geistlichen Sinn.

Schuld und Vergebung sind ja auch in den Psalmen ein großes Thema: „Wenn du, Herr, Sünden anrechnen willst – Herr, wer wird bestehen?“ (Psalm 130,3).
Und der Apostel Paulus schließlich hält uns alle für notorische Schuldner!
In Sachen Nächstenliebe, meint er, haben wir ein permanentes Defizit,
und in dieser Schuld stehen wir grundsätzlich! Sie gehört sozusagen zu unserer geistlichen DNA. Wir müssen uns ihrer nicht schämen und und sollten nicht glauben, sie aus eigener Kraft los zu werden. Darum schreibt er an die Gemeinde in Rom den paradoxen Satz: „So seid nun niemandem etwas schuldig, außer, dass ihr einander liebt!“ (Römer 13, 8a)
In der Abendkirche am 28. Juli mit Sigrid Hinkelmann wollen wir fragen, was das für uns bedeutet. Vielleicht zumindest dies: dass gerade das Eingeständnis eigener gravierender Defizite uns als Christen, die ihren Erlöser kennen, eine unerhörte Freiheit schenkt!

Musikalisch erfreut uns an diesem Abend, begleitet von der Abendkirche-Band, die Gesangsformation Crosslife mit Mareike Kuberski, Rosa Kremp und Gabriele Wienand. Zu hören sein werden bekannte Worship-Songs, Jazz-Standards sowie der Klassiker “People, get ready“, das vom „Rolling Stone Magazin“ zu den „24 besten Songs aller Zeiten“ gekürt wurde.
Auch für Gaumenfreuden ist wieder gesorgt, für ein kleines Nenü und den passenden Wein dazu! Genießen Sie beides beim Austausch mit anderen Gästen an Ihrem Tisch! Wir freuen uns auf Sie und Ihren „Anhang“!

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