Abendkirche

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Die frohe Botschaft verständlich erklärt -   

Erfahrungen aus der Mission in Brasilien.

Die christliche Mission umfasst von den Anfängen in Palästina bis in die Gegenwart auf allen Kontinenten eine lange, zweitausendjährige Geschichte. Ohne Mission wäre das Christentum nicht eine Weltreligion geworden, zu der heute etwa 2,3 Milliarden Menschen als Anhänger gezählt werden.
Wie aber wird man zum christlichen Missionar? Das international tätige und vernetzte Missionswerk „Globe Mission“ hat dazu einen Leitfaden entwickelt. In 4 Schritten erklärt es denen, die danach brennen, den Unerreichten in einem anderen Land und einer fremden Kultur die Herzen für das Evangelium zu öffnen, welche Überlegungen im Vorfeld eines missionarischen Einsatzes getroffen sein sollten:
Erster Schritt: Es muss eine echte Berufung vorliegen. Um sie zu erkennen, gilt es, Zeit mit Gott zu verbringen im täglichen Bibellesen, im Gebet und in der Gemeinschaft, im Gespräch mit anderen Christen und mit dem Pastor der Heimatgemeinde. Berichte und Lebensgeschichten von Missionaren können Auslöser sein, die den Betreffenden im Bewusstsein seiner Berufung zusätzlich bestärken.
Zweiter Schritt: Gute Vorbereitung ist wichtig, um für die konkreten Aufgaben der Missionsarbeit gewappnet zu sein. Dazu gehören das authentische Leben einer persönlichen Beziehung zu Jesus, das Engagement in der Gemeinde, das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen, das Einüben der Team- und Konfliktfähigkeit, die Bereitschaft, sich unterzuordnen und das Finden eines spirituellen und missionserfahrenen Begleiters.
Dritter Schritt: Der eigene Dienst muss von einem Freundeskreis von Unterstützern getragen sein, der für den Ausgesandten betet und durch Spendensammlungen seine finanzielle Versorgung sicher stellt. Zu diesem Freundeskreis ist regelmäßiger enger Kontakt zu halten. Er soll teilhaben an allen Schritten, die der Missionar in seinem neuen Umfeld tut.
Vierter Schritt: Missionsgesellschaften sind wertvolle Unterstützer bei der Arbeit auf dem Missionsfeld. Sie bieten ein Netzwerk an, in dem der Missionar auf Erfahrungen, Wissen und Kontakte zugreifen kann, die er sich sonst erst selbst erarbeiten müsste. Sie nehmen ihm auch viele administrative Arbeiten ab.


Hans-Werner Heyduk, unser Gast des Abends, ist mit seiner Frau Sylvia als Missionarsehepaar in Brasilien tätig. Sie leben in Cáceres, einer Stadt im Südwesten des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso. Sie liegt am linken Ufer des Rio Paraguay nahe der Grenze zu Bolivien. Zu ihrer Umgebung zählt eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde außerhalb der Tropen, das Pantanal, das zum Unesco-Welterbe gehört. Beide sind z.Zt. in Deutschland und besuchen hier die Gemeinden, die ihre Missionsarbeit unterstützen. In der Abendkirche wird Hans-Werner Heyduk an Hand von Bildmaterial daraus berichten. Als sein besonderes Anliegen erklärt er es, den Menschen das Evangelium in einer einfachen und verständlichen Form nahe zu bringen, so dass es in ihren Herzen wurzeln kann und zum unverwechselbaren Kern ihres neuen Glaubens wird.

Seit Jahrzehnten schon ist hierzulande die Erkenntnis gereift, dass sich im einst christlichen Abendland eine säkulare Gesellschaft etabliert hat, die längst wieder zum Missionsfeld geworden ist. In einfachen Worten das Evangelium in die Herzen zu tragen, ist die große Herausforderung für Christen in einer postchristlichen Gesellschaft. Ihr Glaube krankt an Sprachlosigkeit, sofern er sich nur in geheiligten Bezirken wie christlichen Gottesdiensten artikuliert, in alltäglichen Begegnungen mit den „Weltmenschen“ aber weitgehend stumm bleibt. Es wäre zu wünschen, dass vom Blick in die weltweite Mission, den Hans-Werner Heyduk uns eröffnet, belebende Impulse für unser geringes Zeugnis ausgehen!

Die Musik des Abends wird diesmal von Gästen bestritten. Wir freuen uns auf den Chor der Christusgemeinschaft Oer-Erkenschwick.
Im Anschluss begrüßen wir sie wieder gern zu Essen und Trinken und guten Gesprächen im Foyer.

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