Abendkirche

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Das Gesetz von Saat und Ernte

 

„Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9, 62) - So lautet der Wochenspruch für den 3. Sonntag der Passionszeit mit dem Namen ‚Okuli’. Und zugleich bildet er die Grundlage für den biblischen Impuls am kommenden Sonntag in der Abendkirche Bochum.

Ein Bild aus dem bäuerlichen Alltag: Wer beim Pflügen nicht nach vorne schaut, zieht krumme Furchen und gefährdet die Ernte. Jesus überträgt diese Metapher auf die Nachfolge. ‚Die Hand an den Pflug legen’ bedeutet: sich bewusst auf den Weg mit Gott einzulassen. Das Zurückschauen meint nicht bloße Erinnerung, sondern ein inneres Festhalten an alten Sicherheiten, Identitäten oder Bindungen. ‚Nachfolge' ist im biblischen Sinne eine existentielle Entscheidung: eine neue Grundausrichtung des Lebens.

Das Bild, das Jesus mit diesen Worten Seinen Jüngern damals vor die Augen malte, hat auch für uns heute noch Bedeutung:
Wer pflügt, der arbeitet ganz konzentriert. Also achtsam. Im Hier und Jetzt. Für seine Zukunft. Für ein Leben ohne Mangel zu späterer Zeit.
Wer pflügt, der arbeitet hart. Diszipliniert. Mit viel Liebe zur Natur und zur ganzen Schöpfung.
Wer pflügt, der gestaltet seine Zukunft selbst. Er gibt sich nicht in ein ungewisses Schicksal hinein. Er versteht sich nicht als Opfer, sondern als Gestalter.

Das Gesetz von Saat und Ernte sagt, dass man nur das ernten kann, was man gesät hat. Und: Wer pflügt, der wird auch säen. Und er wird ernten. So wird dieses landwirtschaftliche Bild nicht zuletzt zu einem Gleichnis für das Leben an sich: Was Du säst, das erntest Du. Säst Du Weizen, dann erntest Du Weizen. Pflanzt Du Kartoffeln, dann erntest Du Kartoffeln.
Säst Du Ärger, dann erntest Du Ärger. Pflanzt Du Unfrieden, dann erntest Du Unfrieden. Säst Du aber Zufriedenheit, dann erntest Du Zufriedenheit. Säst Du Dankbarkeit, dann erntest Du Dankbarkeit. - Was säst Du? Was willst Du ernten?

Diesem und noch anderen Gedanken geht Sabine Mosel am kommennden Sonntag mit uns in der Abendkirche nach.

Auch musikalisch erwartet Sie eine Einladung zu neuen Gedanken über das Leben, über Sie selbst und über Gott. Dafür stehen am Sonntagabend Eva-Marie Strack (Gesang) und Christian Schnarr (Klavier) - mit starken Balladen zum Zuhören, aber auch mit vielen Möglichkeiten, selbst einzusteigen und Jesus Christus die Ehre zu geben.

Im Anschluss heißt es für Sie und die Gäste, die Sie gern zahlreich mitbringen dürfen, ‚gemeinsam Gutes Genießen’ mit Speisen und Getränken im Foyer der Trinitatiskirche.
Wir freuen uns auf eine gute und gesegnete Zeit mit Ihnen in der Abendkirche Bochum und auf einen entspannten und geselligen Ausklang des Sonntags.

 

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