Abendkirche

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„… die Himmel troffen vor Gott“ (Psalm 68,9)

In der Abendkirche am kommenden Sonntag wird Pastor Christoph Wagner offiziell aus dem Dienst in Trinitatis und in der Abendkirche Bochum verabschiedet und von seinen Aufgaben entpflichtet. Wir erwarten viele Gäste und freuen uns auf Sie. Nicht zuletzt auch auf den Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Bochum Dr. Gerald Hagmann.

„… die Himmel troffen vor Gott“ - dieses starke Bild aus dem 68. Psalm bildet das Thema des biblischen Impulses von Christoph Wagner. Grundsätzlich geht es um die Frage, was die Gemeinde vom biblischen Volk Israel lernen kann und soll: einen wehrhaften Glauben in den Wüstenzeiten des persönlichen und gemeindlichen Alltags.

Aber: Wie kann die neutestamentliche Gemeinde denn überhaupt die alttestamentlichen Psalmen Israels lesen, verstehen und beten? - Dietrich Bonhoeffer war es, der in seinem 1938 geschriebenen Buch ‚Gemeinsames Leben‘ daran erinnerte, dass die Psalmen das einzige Buch der Bibel ist, das nur Gebete enthält. Eine Tatsache, die uns stutzig machen sollte: Gebete sind doch Menschenworte!? Und die Heilige Schrift ist doch Gottes Wort an uns Menschen?! Wie kommt dann bitte Menschenwort in die Bibel?
Bonhoeffer schreibt zu dieser Frage: „Wir dürfen uns nicht irre machen lassen: Die Bibel ist Gottes  Wort, auch in den Psalmen. So sind also die Gebete zu Gott - Gottes eigenes Wort? Das scheint uns schwer verständlich. Wir begreifen es nur, wenn wir daran denken, dass wir das rechte Beten allein von Jesus Christus lernen können (…). Jesus Christus hat alle Not, alle Freude, allen Dank und alle Hoffnung der Menschen vor Gott gebracht. (…) Wenn wir daher die Gebete der Bibel und besonders die Psalmen lesen und beten wollen, so müssen wir wir nicht zuerst danach fragen, was sie mit uns, sondern was sie mit Jesus Christus zu tun haben. (…) Es kommt also nicht darauf an, ob die Psalmen gerade das ausdrücken, was wir gegenwärtig in unserem Herzen fühlen. Vielleicht ist es gerade nötig, dass wir gegen unser eigenes Herz beten, um recht zu beten. (…) Nicht die Armut unseres Herzens, sondern der Reichtum des Wortes Gottes soll unser Gebet bestimmen.“
Diesen Reichtum bezeugen die Psalmen: Unser Gott ist nicht ein Gott, der erfahrenem Leid, der erkannter Schuld und der Erfahrung von Feindseligkeit auf Seiten Seiner Kinder macht- und tatenlos gegenübersteht. Er möchte gerade darin Seine Macht zeigen, dass Er diesen negativen, schlechten, bösen Erfahrungen eine Grenze setzen kann und will. Er kann sie sogar dazu nutzen, um sowohl uns als auch unser Umfeld zu segnen und zu formen!

Musikalisch freuen wir uns auf einen Abend mit der Gospel-Formation Voices4Him verstärkt durch Gabriele Wienand, Dieter Schulze und die Band der Abendkirche - mit vielen Titeln von Clint Brown, Marvin Sapp, Israel Houghton u. a., die ‚Gospel‘ entfalten: Good Spell - Gute Nachricht von der Kraft der Treue Gottes zu Seiner Gemeinde. An deutschen Titeln, mit denen wir als Abendkirche-Gemeinde unserem himmlischen Vater für alle empfangene Barmherzigkeit und Güte mit Herz und Mund danken können, wird es nicht fehlen.

Im Anschluss: Wie immer ‚Gemeinsam Gutes Genießen‘ und Zeit für gute Gespräche im Foyer der Trinitatiskirche. Wir freuen uns auf Sie und die Gäste, die Sie gern mitbringen dürfen.

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