Sommerabendkirche II

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Kraftorte – Wo Gott besonders spürbar ist

 

Haben Orte eine „Seele“? Können sie Menschen positiv oder auch negativ beeinflussen?
Es gibt es Orte, die eine besondere energetische Qualität aufweisen. Seit jeher haben die Menschen diese Orte für sich zu nutzen gewusst, um die Qualität des Raumes in Bauwerken zu kanalisieren oder die Natur selbst zu ehren.
Suchen wir auch deshalb alte Kirchen und Klöster auf, weil diese - oft auf uralten Kraftplätzen errichteten Orte der Gottesverehrung - unserer Seele gut tun?

Auch die Bibel spricht von Kraftorten und erzählt die Geschichten dazu, wie sie gefunden werden und auf Menschen wirken. Ein besonderes und frühes Beispiel dafür ist die Geschichte von Jakob und der Himmelsleiter in Genesis 28:
Jakob erwachte aus seinem Traum von der Leiter, auf der die Engel Gottes auf- und niederstiegen. Erschrocken blickte er um sich. »Tatsächlich – der HERR wohnt hier, und ich habe es nicht gewusst!«, rief er. »Wie furchterregend ist dieser Ort! Hier ist die Wohnstätte Gottes und das Tor zum Himmel!« Am nächsten Morgen stand er früh auf. Er nahm den Stein, auf den er seinen Kopf gelegt hatte, stellte ihn als Gedenkstein auf und goss Öl darüber, um ihn Gott zu weihen. Er nannte den Ort Bethel (»Haus Gottes«).

Dr. Roberta Rio ist promovierte Historikerin mit Gastprofessuren an den Universitäten von Bologna, Wien und Berlin. Ihre Forschungsmethode zur Analyse von Orten präsentierte sie erstmals 2011 an der Universität von Glasgow.
Als Erste ihres Faches beschäftigte sie sich mit den Wechselwirkungen von Häusern, Städten, Regionen und Menschen. Sie hat sich darauf spezialisiert, die Geschichte von Orten zu recherchieren, auf statistischer Basis wiederkehrende Muster zu erkennen und daraus Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen zu ziehen. Sie schreibt dazu:
„Ich konnte aus der historischen Perspektive bestätigen, dass bestimmte Begebenheiten wie Glück, Krankheiten und Erfolg an gewissen Orten gehäuft auftreten. Jeder von uns spürt intuitiv die Atmosphäre und Ausstrahlung eines Ortes. Bei der ersten Begegnung mit einem neuen Menschen oder auch einer neuen Wohnung spürt man - auch über winzige körperliche Reaktionen - sofort eine Zu- oder Abneigung, ein Wohlfühlen oder Unbehagen. Die erste Wahrnehmung, das Bauchgefühl sagt immer die Wahrheit.“

Oft werden Kirchengebäude oft als „Orte der Kraft“ bezeichnet. Sie sind Stätten, an denen durch Gottesdienste und Andacht eine seelische Stärkung angestrebt wird. In ihrem biblischen Impulas am kommenden Sonntagabend spricht Sabine Mosel über „Kraftorte – Wo Gott besonders spürbar ist“, die es auch in Bochum gibt. Wer weiß, vielleicht ist auch die Trinitatiskirche ein solcher Kraftort!

Musikalisch begleitet wird sie von Martin Miller & Friends.

Wir freuen uns auf den Gottesdienst, auf Sie und Gäste, die Sie gern mitbringen können - und auf gute Gespräche mit Ihnen allen bei ‚Gemeinsam Gutes Genießen‘ im Foyer der Trinitatiskirche.

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