inspirierend - motivierend - verwandelnd

Willkommen in der Abendkirche Bochum

 

20. April 2020

tl_files/user_upload/blogarchiv/blog2018-2021/200420 quelle.jpg

Frisch von der Quelle

Klar: Ostern 2020 war ganz anders als in all den Jahren zuvor. Auch bei uns in der Trinitatiskirche gab es keinen Gottesdienst. Aber wie jeden Sonntag seit dem 22. März eine ‚Offene Kirche‘ - mit Zeit für Stille und Gebet. Und das war Ostern ganz besonders schön - mit bewegender Piano-Musik im Hintergrund: „Christ ist erstanden“. Mit vergleichsweise vielen Menschen, die uns besucht haben - mit weit mehr als vorgeschriebenem Sicherheitsabstand in unserer großen und am Sonntag sonnendurchfluteten Kirche. Beim Einkaufen kommt man sich um Vieles näher …
Und doch waren wir einander nah und verbunden: durch unser gemeinsames Gebet. Und durch Jesus Christus. Er ist auferstanden. Er lebt. Er sitzt ‚zur Rechten Gottes‘. Und ‚von dort wird Er kommen‘. Meine und Ihre Zukunft heißt Christus. Das ist nicht zu ändern. Gott sei Dank!

Als Christinnen und Christen leben wir auf dem fruchtbaren Nährboden von Karfreitag und Ostern. Gut, wenn wir uns das in diesen Tagen bewusst machen. Eine der vielen Ostergeschichten der Bibel spielt in der Nähe eines Ortes namens Emmaus. Der Name dieses Dorfes bedeutet übrigens so viel wie ‚Quelle‘. Kleopas und ein weiterer Jünger von Jesus sind wohl dorthin unterwegs. Sie sprechen über die Ereignisse der vergangenen Tage. Ihre Hoffnungen sind enttäuscht: „Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen würde …“ (Lukas 24,21). Sehr wahrscheinlich erscheinen ihnen die letzten Monate, vielleicht sogar Jahre ihres Lebens wie ein Irrweg. Vielleicht sind sie auch mutig genug, ein Resümee zu ziehen. Falls ja, würde es lauten: ‚Die Ziele, für die wir angetreten sind und die wir uns erhofft haben, haben wir nicht erreicht.‘ Und dann schreibt Lukas: „… da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen“ (Lukas 24,15).

Der Herr ist auferstanden. Unser Erlöser lebt. Darum ist Er auch heute mit uns unterwegs. Auch mit unseren vielleicht beerdigten Hoffnungen oder gescheiterten Lebenskonzepten. Er führt nach Emmaus: an die Quelle. Zwischen den Zeilen beschreibt Lukas, wie Er das tut: Er öffnete Kleopas und seinem Begleiter die Schrift. Seit Ostern schenkt er uns eine ‚offene Bibel‘: offen für meine und Ihre aktuellen Lebensfragen. Sein Wort wird ein Licht für unseren Weg. Heute morgen ganz konkret in der Stillen Zeit mit dem Ökumenischen Bibelleseplan: „Bleibt daher fest und unerschütterlich in eurem Glauben, meine lieben Brüder und Schwestern! Setzt euch mit aller Kraft für den Herrn ein, denn ihr wisst: Nichts ist vergeblich, was ihr für Ihn tut.“

In diesem Sinne: Eine gute Woche. Seien Sie gesegnet und bleiben Sie bewahrt.

 

12. April 2020

tl_files/user_upload/blogarchiv/blog2018-2021/180402 akb p&e 585x200_.jpg

„Wer wälzt uns den Stein?“

‚Praise and Empowerment’ heißt seit vielen Jahren unser Osterprogramm. In diesem Jahr fällt es aus - aufgrund der Beschränkungen, die Covid-19 mit sich bringt. Aber Zuspruch und Lobpreis bleiben trotzdem in Kraft.

Im letzten Kapitel des Markusevangelium lesen wir von drei Frauen, die zusammen mit Jesus und den Jüngern gemeinsam nach Jerusalem gekommen waren. Sie sind auf dem Weg zum Grab Jesu, um seinen Leichnam zu salben. Und unterwegs die bange Frage: „Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?“

Offensichtlich kein leichtes Unterfangen, so ein antikes Grab zu öffnen, das mit einem schweren Stein verschlossen ist. Markus schreibt über ihn: „denn er war sehr groß.“
Was ist denn gerade ‚groß‘ hier und heute in unserem Leben? Freude über Christus und erfahrene Vergebung? Oder eher Beklommenheit und Unbehagen? Verunsicherung durch die Corona-Krise? Zuversicht? Existentielle Sorgen um Arbeit und Familie? Enttäuschung über den ausgefallenen Urlaub? Diese Liste lässt sich bestimmt noch ergänzen …

Als die die beiden Marias und Salome schließlich am Grab Jesus ankommen, heißt es von ihnen: sie „wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war“.
Der Herr ist auferstanden. Unser Erlöser lebt. Und Er kann und will auch all das Große in unserem Leben und im Leben Seiner Gemeinde in die richtige Position bringen, dass die Kraft Seiner Auferstehung auch in unserem Leben und Alltag zur Wirkung und zur Entfaltung kommen kann.

In diesem Sinne Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest 2020!

 

5. April 2020

tl_files/user_upload/blogarchiv/blog2018-2021/180513 akb_Snapseed.jpg

 

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.  -  Dietrich Bonhoeffer 

 

Liebe Besucherinnen und Besucher der Abendkirche Bochum,

es war uns eine große Freude, Sie in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Wort und Musik am Puls der Zeit bei uns begrüßen und begleiten zu dürfen. Wir sind dankbar für die vielen Referentinnen und Referenten, die uns - geerdet in Gottes Wort und ausgerichtet an den großen Themen des Lebens - Orientierung gegeben haben. Oft und gern denken wir an so manche Gespräche mit Ihnen zurück. An gesellige und auch tiefergehende Momente beim AbendkircheBistro mit gutem Essen und sorgfältig ausgewählten Weinen und Getränken. All das macht froh und dankbar. Gerade dann, wenn man resümieren darf: Das wird positiv an- und aufgenommen und öffnet zugleich eine Tür für das Wort Gottes.

Die aktuelle Lage lehrt uns heute: All das war und ist vor allem Gnade von Gott. Und wir erleben gerade: Er kann es auch zulassen, dass uns diese Möglichkeiten und Freiheiten beschnitten werden. Nichtsdestotrotz: Wir sind Ihnen und den Menschen unserer Stadt und Region das Evangelium schuldig. Und wir sind gespannt auf den Tag, an dem es bei uns wieder heißen kann: ‚Herzlich willkommen in der Abendkirche Bochum!‘ Wir freuen uns auf alle, die den Weg zu uns finden - und besonders auf ein Wiedersehen mit Ihnen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind für viele genauso entsetzlich wie existentiell. Nicht zuletzt ruft sie auch die Gemeinde Jesu aus den Träumen, wie das Leben vielleicht zu sein hätte. Dafür weist sie uns in die unerschütterliche Wirklichkeit Gottes, der sogar aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen kann und will.
Tod, Leid und Krankheit standen nicht auf Seiner Agenda, als Er diese Welt und das Leben erschuf. Im Neuen Testament lesen wir, wie Jesus Christus ihnen den Kampf ansagt. Und an Karfreitag und Ostern feiern wir die Tatsache, dass Ihm selbst das Böse dienen muss. Der Glaube an Ihn verändert alles. Er lässt uns alle Dinge zu Besten dienen. Das ist eine Wahrheit, mit der man beides kann: leben und sterben.

Beten Sie mit uns, dass Gott Seiner Gemeinde in der Welt auch weiterhin Gelegenheit und Möglichkeit gibt und erhält, die Botschaft von Seiner Kraft und die Gute Nachricht vom gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus zuversichtlich weiterzusagen.

 

Aktuell sind keine Termine vorhanden.