Willkommen in der Abendkirche Bochum

29. Januar

 

Tabor - Märchen oder Wahrheit?

Der Berg Tabor ist eine weithin sichtbare Landmarke unweit von Nazareth mit Blick auf den See Genezareth. Sein Name leitet sich ab vom hebräischen ‚tabbur‘ und bedeutet ‚Nabel‘. So manche Theologen und Historiker, die sich mit seiner Rolle in in alt- und neutestamentlicher Zeit beschäftigen gehen sogar noch weiter. Sie nennen ihn ‚Nabel der Welt‘.
Im Alten Testament finden wir ihn als Zeugen der Herrlichkeit Gottes: „Himmel und Erde sind dein … Tabor und Hermon jauchzen über deinen Namen“ (Psalm 89,12+13).
Ein Faden, den die Evangelisten Markus, Lukas und Matthäus im Neuen Testament wieder aufnehmen. Sie schildern, wie Jesus mit drei Seiner Jünger auf dem Tabor unterwegs ist. Er hat sie mit genommen, um mit ihnen zu beten.  Und während Er das tut, sehen sie Ihn als den, der Er wirklich ist: Sohn Gottes in Herrlichkeit.
In einem Augenblick, in dem die Scheidewand zwischen Diesseits und Jenseits, Zeit und Ewigkeit aufgehoben ist, dürfen sie sehen, was für ihre Zeitgenossen noch in der Verborgenheit der Zukunft liegt: Jesus Christus in Seiner himmlischen Herrlichkeit.  Im Blick auf diese Erzählung von der ‚Verklärung Jesu‘ schrieb der Stuttgarter Theologe Werner Grimm: Sie „verteidigt ihr Geheimnis gegen den Zugriff der Exegeten hartnäckig. In zahlreichen, nicht immer seriösen Anlaufen hat die Bibelwissenschaft versucht, dem ursprünglichen Sinn des Stückes beizukommen.“ Allzu einfach ist es sicher, es als ‚frommes Märchen‘ abzutun. Interesssiert? Hier lesen Sie mehr.